Albert Einstein soll einmal folgendes gesagt haben:

„Die Definition von Wahnsinn: Das Gleiche immer und immer wieder tun und ein anderes Ergebnis erwarten.“

Was hat das jetzt damit zu tun, was ich in meiner Arbeit mache und warum ist die Überschrift dieses Blogs „5 Phasen der Angst vor Veränderung?“ Der Hauptbestandteil meiner Arbeit besteht darin, meine Klienten darin zu unterstützen, zu erkennen was sie verändern können, damit sie genau das Leben in Zukunft führen können, das SIE möchten. Und da wären wir bei der ersten Hürde, die es oft zu überwinden gilt! Denn: viele meiner Klienten haben Angst vor der Veränderung.

Warum ist das so? Warum haben wir Angst vor Veränderung?

Und gleich vorweg, nicht nur meine Klienten haben Angst vor Veränderung. Der Respekt vor der Veränderung ist ständig präsent. Einmal mehr und einmal weniger. Es ist so bequem Routinen, Gewohnheiten und immer wiederkehrenden Dingen zu folgen. Es ist so wunderbar „warm“ in dieser angenehmen Komfortzone. Dies gilt für Dinge, die meist angenehm und nicht bedrohlich sind.

Doch wie ist es mit den Dingen die uns belasten, die uns körperlich und unter Umständen auch psychisch überfordern? Von denen wir wissen, dass sie uns eher schaden als nutzen?

Wenn wir eine vermeintliche „Sicherheitszone“ verlassen:
Woran liegt es, dass wir davor dann Angst haben?

Zur Orientierung hier einige Dinge, die mögliche Gründe für die Angst vor Veränderung sein
können:

● Schlechte Erfahrungen aus der Vergangenheit
● Mangelnder Selbstwert
● Mangelndes Selbstbewusstsein
● Angst davor, die Kontrolle zu verlieren
● Angst vor Hilflosigkeit, wenn wir auf uns selbst gestellt sind
● Angst vor Gesichtsverlust vor anderen

Meist sind es unfreiwillige, aber oft notwendige Veränderungen die anstehen. Die Veränderung wird in den seltensten Fällen als Chance gesehen,
geschweige denn als solche erkannt.
Neben der Angst kommt hinzu, dass die Veränderung auch als Belastung wahrgenommen wird.

Die 5 Phasen der Angst vor Veränderung

Welche Phasen durchlaufen Menschen, die mit Veränderungen konfrontiert werden, im Normalfall? Es gibt 5 solcher Stationen:

1. Verweigerung der Notwendigkeit der Veränderung. Die Notwendigkeit der Veränderung wird ignoriert und verweigert. Man lässt alles einfach weiterlaufen….

2. Es regt sich Widerstand. Oft macht sich das auch in den Coachingeinheiten mit meinen Klienten bemerkbar. Es werden Aufgaben ignoriert und Dinge hinausgezögert.

3. Dann folgt ab einem gewissen Punkt die Erkenntnis, dass es nichts hilft, sich gegen die Veränderung zu wehren. Der Klient befindet sich dann oft am absoluten Tiefpunkt.
Hier ist die Angst vor Veränderung am stärksten.

4. Ab hier beginnt es dann besser zu werden. Chancen werden erkannt und neue Möglichkeiten und Ideen entwickelt.

5. Hier erkennt der Klient, dass die Veränderung notwendig war und die neue Situation für ihn der einzig richtige Schritt war.

Damit es nicht soweit kommen muss, kann mit kleinen Schritten begonnen werden. Wenn wir rechtzeitig damit beginnen, kleine Schritte in Richtung Veränderung zu machen, wird die Angst
vor der Veränderung verringert.

„Wer lange glücklich sein möchte, muss sich oft verändern“

Hier ein paar Ideen, wie du es selbst schaffen kannst:

● Analysiere und „entmülle“ dein Leben
● Identifiziere den eigenen Teufelskreis
● Schau dir deine Freunde genau an. Sind es die richtigen?
● Lass dich nicht von Rückschlägen irritieren. Beginne immer wieder neu!
● Steh zu dir und stell dich nicht in Frage
● Sei konsequent
● Sei ehrlich zu dir selbst und beschönige die Situation nicht, die dich an der Veränderung hindert.

Bei Veränderungen kann das eigene persönliche soziale Umfeld unterstützen. Es wird immer wieder Berg und Talfahrten im Leben geben.  Erlauben dir doch, Unterstützung
anzunehmen. Denk daran, wieviel du in deinem Leben schon erreicht hast, welche Dinge du schon verändert hast. Vieles davon hast du leicht geschafft, einiges vielleicht mit ein wenig mehr
Anstrengung. Aber du hast es geschafft.

Vertraue dir und deinen Fähigkeiten. Du kannst es schaffen!
„Sei du selbst die Veränderung, die du dir wünscht für diese Welt!“ (Mahatma Gandhi)