11 Anzeichen, an denen Sie erkennen können,

ob Sie eine Panikattacke haben

Panikattacken äußern sich oft unterschiedlich. Es gibt allerdings einige Symptome, die immer wieder auftreten.
Die Stärke und Dauer der Symptome, ist dabei auch sehr unterschiedlich.
Generell gilt aber, dass Panikattacken selten länger wie 20 min
dauern.

Panikattacken gehen meist mit körperlichen und stark emotionalen Symptomen
einher. Unter einer Panikattacke versteht man eine „relativ kurze Phase“ von
extremer Angst. Dies tritt vollkommen unerwartet und plötzlich auf. Als Panikstörung
bezeichnet man den Zustand, wenn Panikattacken immer wiederkehrend sind. Dies
führt zu Verhaltensweisen, die auslösende Situationen vermeiden sollen. Dies
funktioniert in den meisten Fällen eher schlecht als recht.

Man kann im Allgemeinen davon ausgehen, dass bei ca. 11 % -15 % der
Erwachsenen pro Jahr Panikattacken vorkommen können. Daher kann man davon
sprechen, dass Panikattacken relativ häufig in der Bevölkerung vorkommen.

Panikattacken Symptome: 11 Anzeichen, die bei Panikattacken
gemeinsam oder selten einzeln auftreten können:

  1. Schmerzen in der Brustgegend und ein beengendes Gefühl, wie wenn sich ein
    Band um die Brust legen würde und es würde eine unsichtbare Kraft dieses
    Band zuschnüren.
  2. Herzklopfen und ein erhöhter Puls können die Folge sein
  3. Das Gefühl, keine Luft zu bekommen. Viele haben das Gefühl des Erstickens
    und schnappen nach Luft. Oft entsteht dadurch das nächste Symptom, es wird
    einem schwarz vor Augen und eine Ohnmacht kündigt sich an.
  4. Ohnmachtsgefühl und taumeln. Oder generell das Gefühl von Schwindel
  5. Das Gefühl sterben zu müssen, obwohl es keinen ersichtlichen Grund dafür
    gibt so etwas zu fühlen.
  6. Das Gefühl des Kontrollverlustes. Es kann vorkommen, dass wir das Gefühl
    haben, nicht mehr die Situation kontrollieren zu können, sondern dass die
    Situation uns kontrolliert.
  7. Ein nicht mehr klares Wahrnehmen der Umgebung. Alles erscheint wie durch
    einen Nebel. Auch die Hörfähigkeit kann leiden. Alles hört sich an wie in Watte
    gepackt.
  8. Bei Panikattacken kann es einem schlecht werden, bis hin zum Gefühl des
    Erbrechens. Symptome wie Bauchschmerzen stellen sich ein und der Magen
    Darmtrakt reagiert überempfindlich, zb. mit Durchfall.
  9. Allgemein kann sich auch ein Taubheitsgefühl besonders in den Fingerspitzen
    und Zehen einstellen. Manchmal hat man sogar das Gefühl von tausend
    Ameisen in den Fingern oder Füßen.
  10. Schwitzen, Hitzewallungen können auftreten. Allerdings genauso kann es zu
    Schüttelfrost ähnlichen Symptomen kommen.
  11. Oftmals wird auch ein völliges zittern oder schütteln des gesamten Körpers
    beschrieben

Grundsätzlich gilt:
Eine Panikattacke ist, obwohl die Symptome das Herz und andere lebenswichtige
Organe einschließen, nicht gefährlich!

Ob es sich letztendlich um eine Panikattacke handelt, oder doch etwas anderes
medizinisches vorliegt, kann nur der Arzt feststellen!! Daher gilt in jedem Fall, falls die
folgenden Symptome auftreten, gilt, unbedingt medizinisch abklären lassen.

Da sich eine Panikattacke oft wie ein Herzinfarkt oder wie ein Schlaganfall äußern
kann, entsteht bei den Betroffen oft der Verdacht, genau an solchen Dingen zu leiden.
Dies kann die Angst verstärken und kann oft zu der sogenannten „Angst vor der
Angst“ führen.

Ursachen von Panikstörungen

Die Ursachen von Panikstörungen sind derzeit noch nicht bis ins Detail geklärt. Es
gibt unterschiedliche Ansätze, die auf der einen Seite genetische Faktoren als Grund
benennen und /oder psychosoziale Faktoren, die solche Panikattacken auslösen
können.

Vermutlich ist es so, dass bei Menschen mit Panikattacken oder Panikstörung das
vegetative Nervensystem sensibler reagiert als bei Menschen, die das nicht haben.

Die natürliche Reaktion des Körpers auf Gefahr, diese geschieht vollkommen
autonom und kann nicht gesteuert werden, wird ausgelöst. Wir könnten auch von
einem „Fehlalarm“ sprechen, denn meist liegt keine tatsächliche Bedrohung vor. Der
Körper reagiert allerdings mit der seit tausenden von Jahren einprogrammierten
Reaktion: Kampf oder Flucht und manchmal sogar mit der sogenannten Erstarrung.

Panikattacken Symptome: Eine „gesunde“ Alarmreaktion

Generell ist diese Alarmreaktion des Körpers gesund. Es ist ein Mechanismus, den es
so lange gibt wie es die Menschheit gibt. Diese Reaktion, Angriff, Flucht oder
Erstarrung hat uns auf Gefahren aufmerksam gemacht. Er hat uns vor dem
Säbelzahntiger gerettet, wenn notwendig. Also aus der Evolution heraus betrachtet,
eine durchaus sinnvolle Errungenschaft. Allerdings in der heutigen Zeit nicht immer
notwendig.

Panikattacken Symptome sind ungefährlich

Wenn wir heute Panikattacken bekommen und sich die oben genannten
Symptome einstellen, liegt das immer an mehreren Faktoren und Ursachen.
Die betroffenen Menschen interpretieren diese körperlichen Empfindungen als
gefährlich und verstärken dadurch die Panikattacken und deren Symptome. Es
beginnt ein Kreislauf der dann oft nicht mehr zu stoppen ist.

Wichtig ist, dass wir im Vorfeld überlegen: was könnten die Auslöser für eine
Panikattacke sein? Gibt es wiederkehrende Muster oder Strategien, die dazu führen,
dass diese Attacken auftreten? Auch gibt es Möglichkeiten, präventiv auf Panikattacken
und deren Symptome zu reagieren. Welche Möglichkeiten das sein können und wie
wir im Vorfeld dafür sorgen können, Panikattacken und deren Symptome zu
vermeiden, wird sicher Thema eines Weiteren Blogs sein. Also dranbleiben.